Unsere Leistungen

Goldakupunktur

Einleitung
Die Goldakupunktur stellt eine schonende Dauerhilfe für Patienten mit chronisch schmerzhaften Gelenkserkrankungen dar. Dazu gehören z.B. Hüftdysplasie (HD), Ellbogendysplasie, Kniegelenksarthrosen, Wirbelsäulenveränderungen und deren Folgen.

Der Erfolg der Goldakupunktur liegt in der umfassenden Diagnostik. Diese zielt auf eine Erfassung aller relevanten Schmerzsituationen im gesamten Bewegungsapparat des Patienten ab. Chronisch schmerzhafte Patienten wählen einen für sie schmerzfreiere Schonhaltung ( Pass/ Twist/ Lahmheit) die den gesamten Bewegungsablauf verändert: Aus der primären Schmerzsituation (angeborene HD) entsteht eine Schonhaltung, die im günstigsten Fall die angrenzenden Gelenke bei jedem Schritt unter vermehrte Belastung setzt (wie Kniegelenk, Übergang Kreuzbein-Lendenwirbel).

Wirkungsweise
Durch die Stimulation der Akupunkturpunkte werden körpereigene, Schmerz regulierende Stoffe vermehrt ausgeschüttet (z.B. Endorphin), die die Schmerzgrenze Ihres Hundes "hochsetzen", somit wird der chronische Schmerz nicht mehr vom Hund wahrgenommen.

Weiterhin kommt es durch die Akupunktur zur Entspannung der durch die Erkrankung chronisch verspannten Muskulatur und damit zur Aufhebung krank- und schmerzhafter, muskulärer Rückkopplungsmechanismen. Die Muskulatur kann wieder sukzessive aufgebaut werden. Dadurch gibt der Hund seine oft jahrelang praktizierte Schonhaltung auf, und das Bewegungsbild normalisiert sich teilweise oder vollständig.

Dieser Muskelaufbau- und -umbauprozess nimmt in der Regel 3-4 Monate Zeit in Anspruch. Mitunter ist in dieser Zeit eine Unterstützung durch Physiotherapie oder Zusatzfuttermitteln sinnvoll. Außerdem wirkt die Akupunktur über eine Normalisierung des Gewebe-pH-Wertes im Entzündungsgebiet. Es entsteht ein Säuremilieu (=pH), in welchem Schmerzempfindungen auslösende und übertragende Stoffe, welche im Verlaufe einer Entzündung entstehen, nicht mehr an der Nervenmembran angreifen können.

Ablauf einer Goldakupunktur
Nach eingehender Voruntersuchung evtl. röntgen der entsprechenden Regionen wird der Patient narkotisiert und die Akupunkturpunkte mit Goldimplantaten versorgt, diese können sowohl gelenksnah als auch fern vom Krankheitsgeschehen (z.B. zwischen den Zehen) lokalisiert sein. Die betroffenen Stellen werden rasiert, sorgfältig gereinigt und desinfiziert. Mit einer speziell entwickelten Injektionstechnik und einem speziell für diese Technik entwickelten Injektionsgerät werden die Gold- oder in manchen Fällen auch Platinimplantate an Akupunkturpunkte in die Muskulatur oder unter die Haut gesetzt, die die Schmerzsituation der betroffenen Gelenke verbessern. Die Implantate bestehen aus 24-karätigem Gold- oder Platindraht geschnittene, stiftförmige Drahtstückchen.

Die Gold- oder Platindrahtstücke wachsen ohne weitere Probleme im Gewebe ein und verbleiben ein Leben lang an ihrer gewünschten Stelle - sie wandern nicht!
Diese Methode ist minimal invasiv und bereitet dem Patienten keine Operationsschmerzen.

Der Eingriff dauert je nach Schwere der Erkrankung in der Regel, inkl. Voruntersuchung, zwischen zwei bis vier Stunden.

Erfolgsaussichten
Um realistisch zu bleiben, aus einem alten Hund mit jahrelangen Problemen wird kein "junger Hund" mehr; aber für die Restlebenszeit können wir die Lebensqualität des Hundes deutlich heben: er will wieder spazieren gehen, wieder Stufen steigen, wieder am Leben von Herrchen und Frauchen teilhaben - viele ältere Hunde sind (nach Verringerung der Schmerzen) auch wieder besser gelaunt - bzw. sind deutlich weniger aggressiv!

Bei jüngeren Hunden zielen wir darauf ab, eine physiologische, also normale Bewegung zu erreichen - und dies ein Leben lang. Dem Hund wird dadurch ein schmerzfreies Aufwachsen und uneingeschränktes Spielen mit anderen Hunden ermöglicht Die Goldimplantate verbrauchen sich nicht, sie bleiben daher zeitlebens aktiv!

Nachsorge
Oft können nach zwei Tagen bis zwei Wochen in den meisten Fällen die positiven Veränderungen beim Patienten beobachtet werden. Die Schmerzen nehmen deutlich ab oder verschwinden gänzlich.

Als erstes wird von den Patientenbesitzern oft eine positive Veränderung im Wesen ihres Hundes festgestellt. Die Hunde nehmen aktiver am Alltagsgeschehen teil, spielen wieder, oder wollen ausgelassen toben, was sie vorher lange nicht oder noch nie getan haben.

zurück

zurück