Aktuelles Thema zur Heimtierhaltung

Die Wachtel




Die Wachtel ist ein kleiner, etwa starengroßer Vogel. Sie ist das kleinste Feldhuhn und zählt aus zoologischer Sicht zu den Hühnervögeln. Man unterscheidet die etwa 18 cm große Europäische Wachtel von der etwa 15 cm großen Japanischen Wachtel. Weltweit gibt es circa 40 verschiedene Arten. Das Verbreitungsgebiet der Europäischen Wachtel sind die gemäßigten Gebiete Europas, es reicht bis nach Asien hinein. Hauptsächlich sind sie in Italien, Spanien, Griechenland und Südrussland verbreitet. Die Wachtel ist ein Zugvogel (der einzige unter den Hühnervögeln) und zieht im Herbst nach Nordafrika. Die Japanische Wachtel lebt in den warmen Monaten in Japan und Ostasien und zieht zum Überwintern nach Südchina. Als Körner- und Insektenfresser finden sie in Gegenden in denen überwiegend Getreideanbau betreiben wird die besten Lebensbedingungen. Am Anfang des 14. Jahrhunderts wurde die Japanische Wachtel in Japan und China zum ersten Mal als Haustier gehalten. Allerdings nicht als Nutztier, sondern als Singvogel. Die Stimme der Wachtel, der so genannte Wachtelschlag war damals sehr beliebt. Erst im 20. Jahrhundert entdeckte man die Wachtel als Zuchttier. Vom nicht voll ausgefärbten Rebhuhn ist die Wachtel durch die rahmfarbenen Streifen am Kopf unterscheidbar; hinzu kommt beim Männchen eine typische, meist schwarze Kehlzeichnung. Der Schnabel ist an der Stirn etwas erhöht und grau. Die braune Oberseite wirkt durch gelblichweiße Schaftstriche und viele schwarze oder hellbraune Querbänder einfach gemustert. Erwachsene Wachteln mausern zweimal im Jahr. Die Nahrung besteht aus Insekten und deren Larven, Getreidekörnern und anderen Pflanzensamen sowie jungen Pflanzentrieben. Zur Fütterung eignen sich ebenfalls handelsübliche Mischfutter, sowie frisches Gras, Salat, Äpfel, Bananen oder ähnliches zur Ergänzung. Wachteln können in Gruppen bis zu 8-9 Tieren gehalten werden. Für Hobbyhalter empfiehlt sich 1 Hahn mit 2-3 Hennen. Geschlechtsreife Hähne können gegeneinander sehr aggressiv sein, was in Gehegen oft zu schweren Kopfverletzungen führt. In Außenvolieren halten sie sich bevorzugt in Deckung auf. Sie verbringen viel Zeit mit Ruhen am Boden, aber auch Gefiederpflege, Scharren und Picken. Wie alle Hühnervögel baden Wachteln in trockener feiner Erde zur Pflege ihres Gefieders. Die Wachtel ist ein Bodenbrüter, bewegt sich meistens nur am Boden, und als Bodenbrüter liebt sie Streuwiesen mit Bäumen und Sträuchern. Sie fliegt nur bei Angst und Gefahr, hüpft hingegen leicht 20-30 cm. Es ist daher zu empfehlen, Futter- und Wassergeschirr ca. 12-15 cm über dem Boden anzubringen, sonst wird das Futter/Wasser mit Einstreu verunreinigt. Um den Tieren eine artgerechte Haltung zu bieten, empfiehlt sich in der Voliere einen Baumstrunk oder Zweige anzubringen. Darunter erfolgt häufig die Eiablage und die Tiere genießen den nötigen Schutz. In strukturierten Gehegen werden Wachteln erfahrungsgemäß beinahe handzahm und die Schreckreaktion (schnelles, steiles Auffliegen) ist nur noch selten zu beobachten. Damit das Federkleid gesund bleibt, sollte der Staub an der Volierenoberfläche regelmäßig entfernt werden. Dazu genügt ein feuchter Lappen. Die gut belichteten Volieren sind 140 cm lang, 80 cm breit und mindestens 50 cm hoch. Sie haben eine Trennwand mit einem Durchschlupf von 8 cm Durchmesser und bieten Platz für 8 Wachteln. Die weiche Einstreu (vorzugsweise Dinkelspreu) soll ca. 5 cm dick sein. Die Haltung ist relativ einfach.


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