Aktuelles Thema zur Heimtierhaltung

Einrichtung eines Aquariums


Inhalt:  Vorbereitung
            
Technik
            
Inneneinrichtung




Vorbereitung

1) Größe des Aquariums
Platzangebot und gewünschter Fischbesatz (Endgröße!) sind entscheidend. Eine Mindestgrundfläche von 60cm x 30cm sollte eingehalten werden (besser größer -> bessere Gestaltungsmöglichkeiten bei der Fischzusammensetzung).

2) Aquarienform
Ob rechteckig oder drei-/sechs-/achteckig ist ihrer Phantasie überlassen. Es gibt Nurglas-Aquarien (Scheiben mit Silikon verklebt), Teilrahmen-Aquarien (oben und unten Alu-Rahmen), Vollrahmen-Aquarien (alle Kanten mit Rahmen) und Vollglas-Aquarien (gegossen, aber nur für kleine Wassermengen geeignet). Kugelaquarien sind abzulehnen!

3) Unterschränke
Obwohl nicht billig, sind Unterschränke zu empfehlen, weil sie für das zu tragende Gewicht stabil gebaut werden.

4) Standort
Ruhige Stellen weit vom Fenster entfernt sind zu bevorzugen. Sonnenlicht fördert das Algenwachstum und gaukelt den Fischen die Seitenfront als "oben" vor (was zu einer Schrägstellung der Fische führt). Der "Unterbau" muß genau waagerecht sein. Eine Unterlegmatte vermeidet zusätzlich Spannungen im Glas (Risse könnten entstehen). Eine Steckdose ist mindestens nötig, idealerweise oberhalb des Aquariums, damit kein Wasser in die Steckdose laufen kann.

5) Qualitätsprüfung
Neue Aquarien müssen gründlich gereinigt werden (Produktionsrückstände entfernen, Silikonfugen optisch prüfen). Verwenden sie nur Wasser, keine Chemikalien. Danach beobachten sie 2 bis 3 Stunden das gefüllte Aquarium, ob es dicht ist.


Technik

1) Heizer
Die meisten Fische leben bei Wassertemperaturen um die 25°C. In kühlen Räumen rechnen sie mit ca. 1,5 Watt Heizleistung pro Liter Wasser, in warmen Räumen genügt 1 Watt. Benötigen ihre Fische eine höhere Wassertemperatur, benötigen sie eine Leistungsstufe höher.

2) Beleuchtung
Ihre Wasserpflanzen brauchen Licht für die Photosynthese. Leuchtstoffröhren oder Quecksilberdampf-Strahler (fertige Abdeckungen mit Beleuchtung gibt es im Fachhandel) sind geeignet. Ca. 1 Watt pro 2 Liter Wasser dient als Berechnungsgrundlage.

3)Filter
Es gibt Außen- und Innenfilter. Der Filter reinigt das Wasser mechanisch (Ausschei-dungen der Fische, grober Schmutz) und biologisch (Bakterien bauen Schadstoffe ab).

4) Strömungspumpe



Inneneinrichtung

1) Bodengrund
Der Bodengrund bietet den Pflanzen Halt und Nährstoffe und den Bakterien Siedlungsfläche. Bodengrund kann feiner Kies, Fluss-Sand oder fertige Mischungen aus der Zoofachhandlung sein, entnehmen sie besser nichts aus der Natur, sie könnten Krankheiten übertragen.

2) Steine
Granit oder Basalt bilden Versteckmöglichkeiten (Einsturzgefahr bei wühlenden Fischarten beachten!). Sie können eine Styroporplatte in das Aquarium unter die Steine legen.

3) Holz
Bitte nur im Zoofachgeschäft erwerben, selbst gesammeltes verfault im Aquarium. Die Holzwurzeln können sehr dekorativ sein.

4) Wasser und Thermometer
Das Aquarium wird zu 80% mit warmen (24°C) Leitungswasser befüllt. Vor dem Einsetzen der Fische prüfen sie die Karbonhärte, den Nitritgehalt und den pH-Wert. Leitungswasser hat Zusätze wie Chlor und Desinfektionsmittel, die die Fische nicht immer vertragen. Der für die jeweilige Fischart optimale pH-Wert muß auch noch eingestellt werden. Eine biologische Wasseraufbereitung mit reinigenden und schadstoffabbauenden Bakterien ist möglich - Präparate dafür finden sie im Fachhandel.

Pflanzen
Bei der Photosynthese wird Kohlendioxid zu Sauerstoff umgewandelt. Pflanzen wie das Hornkraut oder die Wasserpest nehmen außerdem Ammonium und Nitrat auf. Für die Fische bieten Pflanzen auch Versteckmöglichkeiten womit Streß reduziert wird. Die Ansprüche der Pflanzen sind sehr verschieden. Wählen sie mit ihrem Zoofachhändler die richtigen Arten aus.


zum Archiv               Anfang der Seite