Aktuelles Thema zur Heimtierhaltung

Ratten


Inhalt:  Herkunft
            
Rattenheim
            
Eingewöhnung
            
Ernährung
            
Pflege




Herkunft

Sowohl die in Deutschland fast ausgerottete Hausratte als auch
die Wanderratte gehören zur Familie der echten Mäuse.
Nachdem sie jahrtausendelang als "Ekeltiere" und Überträger
von Krankheiten von uns Menschen vorwiegend mit Gift
bekämpft wurden, beschäftigen sich jetzt immer mehr
Liebhaber mit den gezüchteten Farbratten. Inzwischen ist
weitgehend bekannt, daß sie sehr intelligente,
anpassungsfähige Tiere sind, die ohne Mühe zu liebenswerten
Heim- und Streicheltieren werden.

Rattenheim

Ratten benötigen einen möglichst geräumigen Käfig. Er sollte
mit einer Trinkflasche, Futternapf und mindestens einer
Schlafhöhle ausgestattet sein. Als Einstreu eignen sich Stroh
oder Späne.

Verschiedene Kletter- und Versteckmöglichkeiten wie Leitern,
Röhren usw., die möglichst in verschiedenen Höhen
angebracht werden, ergänzen die Ausstattung. Je
abwechslungsrei-cher die Ausstattung, desto lernfähiger wird
Ihre Ratte. Als idealer Spielplatz wird ein Sandkasten, der
auch mit sauberer Gartenerde gefüllt sein kann, angesehen.

Der Standort soll zugluftfrei und nicht zu hell sein. Vermeiden
Sie grelle Sonneneinstrah-lung. Ein Platz in der Nähe des
warmen Heizkörpers ist wegen der trockenen Luft nicht ge-
eignet. Als niedrigste Raumtemperatur kann 7° C
angenommen werden.

Eingewöhnung

Ratten sind Rudeltiere in deren Gemeinschaft eine
Rangordnung existiert. Beschäftigen Sie sich deshalb von
Beginn an intensiv mit Ihrer Ratte. Je reizreicher Ihre Ratte
aufwächst, je mehr Sie sich mit Ihr beschäftigen, um so mehr
wird sie lernen! Zum Aufnehmen können Sie Ihre Ratte am
Hals- und Rückenfell fassen und mit der anderen Hand unter
den Bauch greifen.

Lassen Sie ihre Farbratte einmal frei in der Wohnung laufen, so
sollte sie ständig unter Beobachtung bleiben. Sie verkriecht
sich sonst in enge Schlupfwinkel und knabbert vielleicht auch
elektrische Leitungen oder Zimmerpflanzen an.

Ernährung

Ratten sind Allesfresser. Als Leckerbissen wird gerne eine
kleine Portion handelsübliches Fischfutter oder Käse
genommen. Als Frischkost füttern Sie Feldsalat, Endivien,
Chiccorée und Petersilie. Gut bekömmlich sind auch Bananen,
Äpfel, Birnen, Erdbeeren und Pfirsiche. Auch ungezuckertes
Trockenobst dürfen Sie anbieten. Zum Nagen eignen sich am
besten ungeschälte Haselnüsse. Ganz gleich, was Ihre
Farbratte am liebsten mag, wichtig ist, daß sie neben dem
Getreide auch Frischkost zu sich nimmt.

Täglich ein wenig Heu oder gekochter Reis beugt vielen
Verdauungsstörungen vor und wirkt gleichzeitig der Fettsucht
entgegen, zu der erwachsene Tiere neigen.

Das Trinkwasser, das am besten in einer Trinkflasche
angeboten wird, sollte mit Vitamintropfen angereichert und
jeden Tag frisch gegeben werden. Eine Ratte braucht pro Tag
ca. 10% ihres Körpergewichtes an Wasser!

Pflege

Auch Ratten sollten mit einem Massagehandschuh regelmäßig
"gebürstet" werden. Das sind nicht nur zusätzliche
Streicheleinheiten, sondern dient der Fellpflege und verbessert
die Hautdurchblutung. Damit wird das Tier weniger anfällig für
Ektoparasiten.

Wichtig ist die Krallenpflege! In der freien Natur wetzen Ratten
sich die Krallen selbst ab. Das ist bei Ihnen zu Hause oft nicht
möglich. Sollten Sie Probleme dabei haben, hilft Ihnen unser
Tierarzt gern.


Dr. Thomas Knuth


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