Aktuelles Thema zur Heimtierhaltung

Skinke


Inhalt:  Herkunft
            
Unterbringung
          
  Ernährung
            
Pflege/Handhabung




Herkunft

-Amerika (tropisches Klima): Mabuya, Sphenomorphus
-
Nordamerika: Eumeces - Arten
-
Süden USA: Scincella
-
Afrika: Eumeces, Scincus (Sandfische), Chalcides
 (Walzenskinke), Lygosoma, Riopa, Mabuya
-
Asien: Mabuya, Lamprolepsis, Dasia, Tropidophorus, Emoia
-
Astralien-Asien: Corucia, Egernia, Tiliqua

Die Skink-Familie umfaßt ca. 85 Gattungen mit rund 1000
Arten, wobei noch erheblicher Be-darf darin besteht, alle Arten
in Gattungen zu fassen. Vertreter:

-
Blauzungenskink (Tiliqua scincoides)

-
Apothekerskink = Sandfisch (Scincus scincus): Afrika,
 bis 20 cm

-
Salomonen-Wickelschwanzskink (Corucia zebrata):
 Baumkletterer, Regenwald, Vegetarier

-
Kohlenskink (Eumeces anthracinus) Nordamerika, kühles
 Klima

-
Zwerg-Stachelschwanzskink (Egernia depressa)

-
Tannenzapfenechse (Trachydosaurus rugosus)

-
Westlicher Skink (Eumeces skiltonianus): Westen der USA

-
Breitkopfskink (Eumeces laticeps): bis 30 cm, lieben Sonne,
 gute Kletterer

-
Südöstlicher Fünfstreifenskink (Eumeces inexpectatus):
 bis 20 cm groß, Insektenfresser

-
Echter Fünfstreifenskink (Eumeces fasciatus)

-
Bodenskink (Scincella laterale)

-
Blauschwanzskink (Mabuya): Asien, Insektenfresser

-
Maulwurfskink (Eumeces egregius): SO der USA, Wühlskink,
 roter Schwanz

-
Great Plains Skink (Eumeces obsoletus): über 30 cm,
 Mittelwesten der USA, Felsgebiet

-
Gilberts Skink (Eumeces gilberti): Nordamerika

-
Vierstreifenskink (Eumeces tetragrammus): Nordamerika

-
Berberskink (Eumeces schneideri schneideri): Afrika, bis
 40cm, Savanne/Wüste, insektivor, 30°C tags, stellenweise
 40°C, nachts 18-20°C

-
Feuerbauchskink (Lygosoma[Riopa] fernandi): bis 30 cm,
 Zentralafrika, Wühler, Waldterrarium

-
Kalahari-Baumskink (Mabuya spilogaster): Afrika

-Mabuya und Eumeces: Asien, Afrika, Nordamerika, bis 35 cm,
 Wald-Terrarium, graben gerne, 1 - 2x / Woche sprühen, 60%
 Luftfeuchte, meist Allesfresser

-Chalcides (Walzenskinke), Scincus, Eumeces schneideri,
 einige australische Egernia: Wü-stenterrarium
 (Trockensavanne, Wüste, Halbwüste), Wühler!, Vorsicht mit
 Wassernäpfen bei Wüstentieren - Gefahr des Ertrinkens durch
 Wühlen darin), morgendlichen Tau durch Sprühen nachahmen,
 30°C tags, 20°C nachts, Wärmepunkte bis zu 40°C, UV-Licht,
 Walzenskinke und Sandfische sind lebendgebärend

-Blauzungenskinke: 50 cm -> großes Terrarium (100 x 150 cm
 min. für 2 Tiere), 10 - 15 cm Bodenschicht aus Sand/Kies,
 eine Ecke Sand/Erde und feucht halten, viele kühle Verstekke,
 dann wird weniger gegraben, Heizmatte -> 30°C, Stellen bis
 40°C, nachts 10°C weniger, UV-Licht, manche klettern gern,
 täglich sprühen, Wasserschale, vorwiegend Vegetarier

-Asiatische Skinke: meist nur bis 15 cm, Laubstreubewohner,
 Regenbogenskinke (Mabuya): feuchtes Waldbodenterrarium
 mit Laubschicht, Insektenfresser; Baumskinke (Lamprolepsis
 smaragdina = Smaragdskink und Dasia):
 Regenwaldterrarium, reichlich Geäst, hohe Luft-feuchte;
 Kielskinke (Tropidophorus): bis 30 cm, Bodenbewohner,
 schwimmen; Salomo-men-Wickelschwanzskink (Corucia
 zebrata): über 60 (bis 80) cm, nachtaktiv, leben auf Bäumen,
 hauptsächlich Vegetarier, 25 (- 30) °C, 70% Luftfeuchte

-Australische Skinke: Stachelschwanzskinke (Egernia),
 Blauzungenskinke (Tiliqua), z.B. Schneckenskink (Tiliqua
 gerrardi), Zerg-Stachelschwanzskink (Egernia depressa),
 Riesen-Stachelskink (Egernia major); Schneckenskinke: bis
 45 cm, Regenwald, bodenbewohnend und klettern im
 bodennahen Bereich, dämmerungsaktiv; Blauzungenskinke:
 Zentral-Australische Blauzunge (Tiliqua multifasciata), Östliche
 Blauzunge (Tiliqua scincoides), Neuguinea-Blauzungenskink
 (Tiliqua gigas), tagaktiv, Tannenzapfenschsen (Trachydosau-
 rus rugosus), kein Export der Reptilien aus Australien
 (verboten)


Unterbringung


Das Terrarium sollte 60 x 50 x 40 cm bemessen. Die
wenigsten Skinke sind gute Kletterer, dadurch ist der
Abdeckung bei entsprechender Höhe des Terrariums nicht die
intensive Auf-merksamkeit zu widmen, aber Versteckplätze
sind ein Muß. Kletteräste sorgen für Bewegung und
Aktivitätsraum. Werden sie von einem Wärmestrahler
beschienen, können sich die Tiere selber wärmen nach Bedarf.
Auch Steine können diesen Zweck erfüllen.

Pflanzen sind nicht unbedingt nötig und sollten gesichert
werden, sofern trotzdem im Terrarium vorhanden.

Ein kleiner Wassernapf sorgt für Trinkwasser und wird auch
(seltener) zum baden genutzt.

Ernährung

Die Mehrzahl der Skinke ernähren sich von Insekten, manche
nehmen auch Schnecken. Selten kommen auch Vegetarier
vor. Für Abwechslung auf dem Speisezettel sind alle dankbar.

Futtertiere: Grillen, Mehlwürmer, Wachsmaden, Heuschrecken,
Schwarzkäferlarven, Schaben, Schnecken, nackte Mäuse

Vegetarier: Obst, Gemüse (Salat, Spinat, Löwenzahn,
Weintrauben...)

Zusatzfutter: Katzendose, Babynahrung, Joghurt mit
Fruchtstücken, Vitamin / Mineralstoff-mischung

Skinke schlingen die Insekten im Ganzen herunter, zu große
Futtertiere könnten im Hals stekken bleiben!


Pflege

Gibt es einen Wärmeplatz (verschiedene Wärmebereiche) im
Terrarium, kann man nordameri-kanische Arten durchaus bei
22°C halten, Asiaten sollten 24°C bekommen.

Die Skinke lieben es nicht, naß zu werden, daher sollten nur die
Einrichtungsgegenstände angesprüht werden.

Im Durchschnitt werden Skinke im Terrarium 6 - 8 Jahre,
können aber auch über 12 Jahre erreichen.

Die Überwinterungszeit liegt zwischen Oktober und März
gefolgt von der Paarungszeit (Mai/ Juni). Drei bis vier Wochen
später werden bis 15 Eier gelegt.

Dr. Thomas Knuth


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