Aktuelles Thema zur Heimtierhaltung

Kanarienvögel


Inhalt:  Herkunft
            
Kanarienheim
            
Eingewöhnung
            
Ernährung
            
Pflege




Herkunft

Die Heimat der Kanarienvögel sind die Kanarischen Inseln und
die Azoren. Von spanischen Seefahrern entdeckt und
mitgebracht, wurden sie in Europa zunächst von Mönchen
gezüchtet. Aufgrund ihres farbenprächtigen Gefieders und
herrlichen Gesanges fanden sie schnell eine weite Verbreitung.
Unsere Kanarienvögel stammen ausnahmslos aus den Zuchten
erfahrener Hobbyzüchter der näheren Umgebung.

Kanarienheim

Das Vogelheim sollte mindestens 55x30x50 cm groß sein.
Futter- und Wassernapf sollen so angeordnet sein, daß sie
nicht vom Kot verschmutzt werden! Außerdem empfehlen wir
ein Badehaus. Das tägliche Baden oder Duschen gehört
unbedingt zur Gefiederpflege. Ein Kalkstein zum
Schnabelwetzen sowie Vogelspielzeug hilft den Vogel zu
beschäftigen, wenn Sie außer Haus sind. Sand ist die ideale
Einstreu, da Ihr Vogel hier gleichzeitig kleine Körner aufnehmen
kann, die für die Verdauung im Muskelmagen wichtig sind.

Einige Sitzstangen sollten Naturzweige sein. Sie bieten dem
Vogelfuß Abwechslung und fördern die Abnutzung der Krallen.
Außerdem sollte im Käfig eine Rückzugsmöglichkeit
geschaffen werden, in der die Tiere Geborgenheit finden.

Der Standort für den Käfig soll möglichst hell, zugluftfrei und
sonnig sein. Vermeiden Sie grelle Sonneneinstrahlung und
Zugluft. Ein Platz in unmittelbarer Nähe des warmen
Heizkörpers ist nicht geeignet. Achten Sie bei der Auswahl des
Standortes darauf, daß Ihr Tier nicht permanent durch Radio
oder Fernsehen gestört wird.

Eingewöhnung

Beschäftigen Sie sich mit dem Vogel; treten Sie langsam an
den Käfig, sprechen Sie leise zu ihm, vermeiden Sie hastige
Bewegungen. Versuchen Sie bitte mit Geduld, den Vogel
zuerst im Käfig auf den Finger zu nehmen. Bieten Sie ihm
Leckerbissen mit der Hand im Käfig, später auch außerhalb an.

Ist der Vogel eingewöhnt, gestatten Sie ihm einen täglichen
Freiflug im Zimmer, natürlich nur bei geschlossenen Fenstern
und Vorhängen. Fliegen ist wichtig für das Wohlbefinden und
Training der Muskulatur. Der Freiflug findet am besten unter
Aufsicht statt, um Gefahren auszuschließen.

Zwingen Sie den Vogel nicht, den Käfig zu verlassen, öffnen
Sie nur die Käfigtür und überlassen Sie es ihm, wann er die
Geborgenheit seines Käfigs verlassen will.

Ernährung

Sie sind gut beraten, wenn Sie als Hauptfutter hochwertige
Einzelsaaten artgerecht mischen. Dazu geben Sie Mauser-, Honig-, Sing- und Lebertran-Körner als Beifutter. Insgesamt
braucht der Kanarienvogel nicht viel mehr als einen Teelöffel
Futter pro Tag - zuviel Futter macht ihn fett und nimmt ihm die
Sangeslust.

Saaten sind arm an Vitamin A und D sowie Kalzium. In das
Futter geben Sie regelmäßig Vitamintropfen. Kalk und
Mineralien findet er im Vogelsand, eine Sepiaschale stellt eine
gute Ergänzung dar. Auch Frischkost ist eine willkommene
Abwechslung und Vitaminergänzung. Es kann Löwenzahn,
Chicoreé oder Spinat aber auch Obst gefüttert werden.

Wir empfehlen, öfter einen frischen Zweig zum Beknabbern
anzubieten.

Pflege

Für ihre Gefiederpflege sorgen Kanarienvögel selbst! Vor
allem in Paarhaltung, da sie sich gegenseitig putzen.

Durch lange Heizperioden kann die trockene Wohnungsluft die
Haut des Vogels jedoch austrocknen. Er putzt und juckt sich
häufiger als gewöhnlich und verliert Kleingefieder. Bieten Sie
ihm deshalb sein Badehaus ganztägig an und besprühen Sie
ihn auch täglich mit einer "Blumen"dusche.

Schnabel und Krallen wetzt sich Ihr Vogel normalerweise allein,
es kann jedoch vorkommen ,daß dies nicht ausreicht.
Kontrollieren Sie deshalb regelmäßig! Ist ein Kürzen notwendig
und sollten Sie Probleme dabei haben, hilft Ihnen ihr Tierarzt
gern.

Die regelmäßige Reinigung des Käfigs sollte
selbstverständlich sein. Wir empfehlen 1x monatlich die
vorbeugende Reinigung mit einem milbenabtötenden Mittel.


Dr. Thomas Knuth


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