Aktuelles Thema zur Heimtierhaltung

Nymphensittiche


Inhalt:  Herkunft
            
Vogelheim
            
Eingewöhnung
            
Ernährung
            
Pflege




Herkunft

Beheimatet sind unsere Nymphensittiche in den Steppen
Australiens. Sie sind typische Schwarmvögel und sollten
deshalb nicht einzeln gehalten werden. Neben Vögeln mit
zartgrauem Gefieder werden in Europa auch andere
Farbvarianten gezüchtet: Weiße, Geperlte, Schecken u.a.
Unsere Nymphensittiche erhalten wir von erfahrenen
Hobbyzüchtern, deren Tiere auf Ausstellungen z.T. mehrfach
prämiert wurden.

Vogelheim

Das Vogelheim sollte mindestens 70x40x50 cm sein. Futter-
und Wassernapf sollen so angeordnet sein, daß sie nicht vom
Kot verschmutzt werden! Außerdem empfehlen wir ein
Badehaus. Nymphensittiche baden oder duschen gern vor der
Gefiederpflege. Ein Kalkstein zum Schnabelwetzen sowie
Vogelspielzeug hilft den Vogel beschäftigen, wenn Sie außer
Haus sind. Sand ist die ideale Einstreu, da Ihr Vogel hier
gleichzeitig kleine Körner aufnehmen kann, die für die
Verdauung im Muskelmagen wichtig sind.

Einige Sitzstangen sollten Naturzweige sein. Sie bieten dem
Vogelfuß Abwechslung und fördern die Abnutzung der Krallen.
Ordnen Sie die Stangen so an, daß die unteren von oben nicht
beschmutzt werden.

Der Standort für den Käfig soll möglichst hell, zugluftfrei und
sonnig sein. Vermeiden Sie aber grelle Sonneneinstrahlung
und Zugluft. Ein Platz in unmittelbarer Nähe des warmen
Heizkörpers ist nicht geeignet. Achten Sie bei der Auswahl des
Standortes darauf, daß Ihr Tier nicht permanent durch Radio
oder Fernsehen gestört wird.

Eingewöhnung

Beschäftigen Sie sich mit dem Vogel; treten Sie langsam an
den Käfig, sprechen Sie leise zu ihm, vermeiden Sie hastige
Bewegungen. Versuchen Sie bitte mit Geduld, den Vogel
zuerst im Käfig auf den Finger zu nehmen. Bieten Sie ihm
Leckerbissen mit der Hand im Käfig, später auch außerhalb an.

Ist der Vogel eingewöhnt, gestatten Sie ihm einen täglichen
Freiflug im Zimmer, natürlich nur bei geschlossenen Fenstern
und Vorhängen. Fliegen ist wichtig für das Wohlbefinden und
Training der Muskulatur. Der Freiflug findet am besten unter
Aufsicht statt, um Gefahren auszuschließen.

Zwingen Sie den Vogel nicht, den Käfig zu verlassen, öffnen
Sie nur die Käfigtür und überlassen Sie es ihm, wann er die
Geborgenheit seines Käfigs verlassen will.

Ernährung

Sie sind gut beraten, wenn Sie als Hauptfutter unsere
Hausmarke aus der Futterbar füttern, die aus besten
Einzelsaaten gemischt wird. Mehrmals wöchentlich sollten Sie
ihm eine Rispe unserer handverlesenen Kolbenhirse gönnen.
Ihr Vogel hat damit mehr Beschäftigung - auch in der Natur muß
er sein Futter suchen. Wichtig ist die Ergänzung der Nahrung
mit einem guten Eiweißfutter. Saaten sind arm an Vitamin A
und D sowie Kalzium. Über das Futter geben Sie deshalb
Vitamintropfen. Kalk und Mineralien findet er im Vogelsand
eine Sepiaschale stellt eine gute Ergänzung dar. Auch
Frischkost ist eine willkommene Abwechslung und
Vitaminergänzung. Es kann Löwenzahn, Chicoreé oder Spinat
aber auch Obst gefüttert werden.

Wir empfehlen, öfter einen frischen Zweig zum Beknabbern
anzubieten.

Pflege

Für ihre Gefiederpflege sorgen Nymphensittiche selbst! Vor
allem in Paarhaltung, da sie sich gegenseitig putzen.

Durch lange Heizperioden kann die trockene Wohnungsluft die
Haut des Vogels jedoch austrocknen. Er putzt und juckt sich
häufiger als gewöhnlich und verliert Kleingefieder. Bieten Sie
ihm deshalb sein Badehaus ganztägig an und besprühen Sie
ihn auch täglich mit einer "Blumen"dusche.

Schnabel und Krallen wetzt sich Ihr Nymphensittich
normalerweise allein, es kann jedoch vorkommen ,daß dies
nicht ausreicht. Kontrollieren Sie deshalb regelmäßig! Ist ein
Kürzen notwendig und sollten Sie Probleme dabei haben, hilft
Ihnen unser Tierarzt gern.

Die regelmäßige Reinigung des Käfigs sollte
selbstverständlich sein. Wir empfehlen 1x monatlich die
vorbeugende Reinigung mit einem milbenabtötenden Mittel.


Dr. Thomas Knuth


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