Aktuelles Thema zur Heimtierhaltung

Agamen


Inhalt:  Herkunft
            
Agamenheim
          
  Ernährung
            
Pflege




Herkunft

Agamen sind Bewohner der Tropen und Subtropen, es gibt Ausnahmen. In Terrarien trifft man häufig afrikanische oder australische Vertreter. Die Hauptbiotope sind: Wüste, Savanne/Steppe, Wald und Regenwald.

Arten:

- Nackenstachler Südostasien, Regenwald, insektivor, +/-25°C
-
Blaukehlagame Süd-/Ostafrika, Wald/Savanne, (omnivor)
-
Schönechse Sägerückenagame, Südasien, Wald /
  Regenwald+/-28°C
-
Kragenechse Nordküste Australien, Südküste Neuseeland,
  Wald, +/-27°C
-
Segelechse Indonesien/Neuguinea, Regenwald, +/-27°C,
  omnivor
-
Wasseragame Südostasien, Regenwald, omnivor, +/-27°C
-
Bartagame Australien, Wald/Savanne, omnivor, +/-27°C
-
Ägyp. Dornschwanz Nordostafrika, Ägypten, Wüste, omnivor,
  +/- 30°C

(
+/- bedeutet Tags auch höher, nachts darunter)


Agamenheim

Eine optimale Einrichtung für ihr Tier erfordert das Wissen, woher es stammt, speziell aus welchen Biotop. Entsprechend müssen die Klimabedingungen geschaffen werden.
Wichtig ist, daß die Einrichtungsgegenstände leicht zu reinigen sind.
Das Terrarium kann nie zu klein sein. Als Bodensubstrat kommt z.B. Kunstrasen, Späne, Rindenmulch, Flußsand, Blumenerde mit Kies oder spezielle Terrarieneinsteu in Frage. Späne oder Borke sollte nicht von Zedern stammen, Sand nicht von Bau (Quarz) und nicht lehmhaltig, Blumenerde ungedüngt!

Heiz- oder Punktstrahler mit UV-Anteil, exzentrisch angebracht, Äste, Steine, Verstecke dienen als Einrichtung, dazu eine Trink- und Freßgelegenheit. Einige Agamen lieben auch ausgiebige Bäder, wo oft auch der Verdauungsvorgang endet...


Ernährung

Ausgewogen bedeutet verschiedene Futtersorten gleichzeitig. Ob ihr Tier vegetarisch, herbivor oder omnivor (insektivor) lebt, hängt von der Art ab. Möglich sind grundsätzlich: Chinakohl, Broccoli, Spinat, Banane, Tomaten, Gurke, Melone - alles kleingeschnitten.
Auch Wildpflanzen können angeboten werden: Klee, Löwenzahn, Kresse, Brennessel.

Futtertiere: Mehlwürmer, Grillen, Schnecken, Krabben, Schaben, große Agamen nehmen auch frisch geborene, nackte Mäuse an.

Ein Multivitamin- (D3!) und Mineralstoffpräparat jeden 4. (trächtige Weibchen und Jungtiere jeden 2.) Tag sollte man über Futter, Futtertiere (oder Wasser) anbieten.


Pflege

Viele Agamenarten aus gemäßigten Verbreitungszonen benötigen für die Zucht eine Winterruhe über ca. 8 Wochen bei 10 °C - 13 °C ohne Beleuchtung und Futter, was aber vorbereitet werden muß (täglich Sprühwasser).

Dr. Thomas Knuth

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